Doxepin: häufige Fragen und Antworten

Wenn Ihnen Doxepin kürzlich von Ihrem Arzt verschrieben wurde oder wenn Sie Doxepin als Medikament zur Behandlung von Depressionen, Angstzuständen oder Schlaflosigkeit in Betracht ziehen, haben Sie vielleicht Fragen dazu. Im Folgenden haben wir Experten-Antworten auf die häufigsten Fragen über Doxepin: wofür es verwendet wird, welche Nebenwirkungen auftreten können, wie man es dosiert und vieles mehr.

Was ist Doxepin?

Doxepin ist ein verschreibungspflichtiges trizyklisches Antidepressivum, das zur Behandlung von Erkrankungen wie Depressionen und Schlaflosigkeit eingesetzt wird. Es wird relativ häufig verschrieben. Es gibt verschiedene Darreichungsformen, darunter orale Tabletten, Kapseln und Lösungen sowie eine topische Creme, die nur bei Nesselsucht eingesetzt wird.

1969 erstmal zugelassen, wird es, je nach Verwendungszweck, unter verschiedenen Markennamen verkauft, darunter Aponal, Doneurin, Mareen und diverse Generika.

Wofür wird Doxepin genutzt?

Doxepin wird zur Behandlung einer Reihe von Erkrankungen eingesetzt. Als trizyklisches Antidepressivum wird es häufig zur Behandlung von Depressionen und Angststörungen verschrieben. Es wird auch häufig in viel niedrigeren Dosen zur Behandlung von Schlaflosigkeit eingesetzt.

Doxepin als Creme wird zur Behandlung von Juckreiz eingesetzt, der durch verschiedene Hautkrankheiten verursacht wird. Obwohl es durch andere Medikamente inzwischen weitgehend verdrängt wurde, kommt es gelegentlich auch noch in der Behandlung von Nesselsucht zum Einsatz.

Ist Doxepin als Schlafmittel geeignet?

Studien zeigen einen deutlichen Nutzen sowohl für langfristige chronische Schlaflosigkeit als auch für kurzfristige Schlafstörungen. Einige Studien haben gezeigt, dass es besonders bei Menschen hilfreich ist, die häufig nach dem Einschlafen aufwachen.

Eine Metastudie aus dem Jahr 2013 kam zu dem Schluss, dass Doxepin in kleinen Dosen von 3 mg bis 6 mg gut verträglich ist, nicht abhängig macht und sich für die Behandlung chronischer und vorübergehender Schlaflosigkeit eignet.

Eine 2014 durchgeführte Studie mit älteren Menschen ergab, dass Doxepin das Aufwachen nach dem Einschlafen signifikant reduziert und die Gesamtschlafzeit erhöht. Interessanterweise scheint es auch bei einer sehr niedrigen Dosis wirksam zu sein. Es zeigten sich keine signifikanten Unterschiede zwischen den 3-mg- und 6-mg-Dosen. Eine Studie aus dem Jahr 2007 fand heraus, dass Doxepin sogar in einer Dosierung von nur 1 mg die Schlafzeit erhöht, das Aufwachen nach dem Einschlafen reduziert und die Schlafqualität verbessert.

Worauf beruht die Wirkung von Doxepin?

Doxepin ist ein Antagonist der H1- und H2-Histaminrezeptoren, die eine Schlüsselrolle bei der Regulation des Schlaf-Wach-Zyklus des Körpers spielen. Die Wirkung auf diese Rezeptoren kann bei Menschen mit Schlaflosigkeit zu einem Gefühl der Müdigkeit und einer stabileren Aufrechterhaltung des Schlafes beitragen.

Wie schnell setzt die Wirkung ein?

Doxepin sollte mindestens drei Stunden nach der Einnahme einer Mahlzeit und innerhalb von 30 Minuten vor dem Schlafengehen eingenommen werden. In der Zeit nach der Einnahme sollten Sie Ihre Aktivitäten auf diejenigen beschränken, die zur Vorbereitung des Einschlafens notwendig sind.

Wie lange bleibt Doxepin im Körper?

Doxepin hat eine Halbwertszeit von 15 Stunden. Jede Einzeldosis wird also nach etwa 15 Stunden zur Hälfte aus dem Körper ausgeschieden. Die maximale Konzentration wird etwa 3,5 Stunden nach der Einnahme erreicht.

Verursacht Doxepin morgendliche Müdigkeit?

In mehreren Studien zu Doxepin wurde beobachtet, dass der morgendliche „Kater“-Effekte nicht auftritt, wenn es in niedrigen Dosen gegen Schlaflosigkeit eingesetzt wird und eine ungestörte Nachtruhe von sechs bis acht Stunden eingehalten werden kann.  Man wird sich aber schläfrig fühlen, wenn man schon nach wenigen Stunden wieder aufstehen muss.

Hat Doxepin Nebenwirkungen?

Wie alle wirksamen Medikamente kann auch Doxepin bestimmte Nebenwirkungen verursachen. Zu den häufigsten Nebenwirkungen von Doxepin bei Schlaflosigkeit gehören Schläfrigkeit, Sedierung, Infektionen der oberen Atemwege und Übelkeit. In seltenen Fällen kann es zu schwerwiegenden Nebenwirkungen kommen, wie etwa Angstzustände, Selbstmordgedanken, Manie und Verhaltensänderungen.

Studiendaten zeigen allerdings, dass schwerwiegende Nebenwirkungen sehr selten sind, wenn das Medikament in der für Schlaflosigkeit vorgeschriebenen Dosierung von 3 mg bis 6 mg verwendet wird.

 



 

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